6. Internationales VW-Bus-Treffen Schwarzsee
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Nach sieben Jahren war es endlich wieder so weit: Der VW-Bus-Club Bern lud vom 25.-27. September zum beliebten Bulli-Treffen an den Schwarzsee ein. Der Schwarzsee liegt auf mehr als 1.000 Meter Höhe im Schweizer Kanton Fribourg.
Die malerische Schweizer Bergwelt verzauberte die Teilnehmer schon bei der Anreise. Ein spiegelglatter See reflektierte die strahlende Sonne und lud sogar ein paar Wagemutige zu einem Bad im kühlen Nass ein.
Mehr als 400 Bullis waren am Wochenende von 25.-27. September zu Gast beim Schwarzsee-Treffen auf einem idyllisch gelegenen, ehemaligen Armeegelände und der VW-Bus-Club Bern tat alles, um den Teilnehmern ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Anreise, denn einige Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern hatten Fahrstrecken von mehr als 1.000 Kilometer auf sich genommen. Wer hingegen schon früh eingetroffen war, erforschte die Umgebung bei einer Wanderung oder fuhr gemächlich mit der Seilbahn auf fast 1.500 Meter Höhe, um dort ein Mittagessen einzunehmen.
Runter ging es entweder wieder mit der Seilbahn oder rasend schnell mit einem landestypischen „Trottinet“ (ein Roller mit sehr breiten Reifen). Getreu dem Motto: „Wer hat’s erfunden?“ haben die Schweizer hier eine nette Touristen-Attraktion im Angebot.
Gegen Abend füllte sich das Veranstaltungsgelände, es wurde gefeiert und die Nacht zum Tag gemacht. Gerüchten zufolge haben einige gar nicht geschlafen. Dabei sollten wir eigentlich gestärkt in den Samstag gehen, denn die Vielzahl der Programmpunkte hatte es in sich.
Schon am frühen Samstag morgen wurden wir von Glockengeläut geweckt. Es war aber keine Kirche, sondern der Alm-Abtrieb, der uns lockte. Dieser ist ein wenig mit einem Schützenfest-Umzug in Deutschland zu vergleichen, allerdings mit dem Unterschied, dass hier die Kühe verkleidet die Straße herunterlaufen.
Dieses Spektakel zog sich den ganzen Tag hin und die Leute machten es sich am Straßenrand an Bierbuden und Imbisswagen bequem, um die vorbeiziehenden Kühe und Ziegen zu bewundern. Erstere hatten Glocken um den Hals hängen, die zwar nicht so groß waren wie die von „Big Ben“, aber mindestens genauso laut.
Ein Teilnehmer des Schwarzsee-Treffens wollte mit seinem Bulli schnell mal eben zum nächsten Supermarkt fahren. Dank der vielen kleinen „Ku(h)lturpausen“ dauerte seine kurze Fahrt in den Nachbarort jedoch fast 2,5 Stunden. Hier galt wohl das Motto: „Mittendrin statt nur dabei!“ und entsprechend sah der Bulli anschließend auch aus.
Bitte beachten Sie auch unsere Bildergalerie vom Schwarzsee-Treffen 2009.
Neben einem Rundgang über das Veranstaltungsgelände gab es auch Gelegenheit zu Helikopterrundflügen, um das Treffen einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Die Auswahl an Bullis war einfach überwältigend. In dem bunt gemischten Teilnehmerfeld war vom T1 mit dem Baujahr 1958 bis hin zum nagelneuen T5 alles dabei.
Selbst die sonst etwas „scheuen“ Porsche-Busse waren gleich mehrfach vertreten. Der Schweizer VW-Händler Weibel hatte mit Unterstützung des Importeurs einige Schätze aus dem hauseigenen Museum geholt, zeigte aber auch die neuesten Modelle.
Den ganzen Tag lang gab es leckeres Essen zu fairen (Schweizer) Preisen. Die Crew am Crepestand war unermüdlich und bis spät in die Nacht hinein im Einsatz und trotz leichter Verbrennungen hielten die Mitarbeiter für jeden Gast ein Lächeln bereit. Das war eine Gastfreundschaft, wie sie sich jeder Tourismusverband nur wünschen kann.
Neben den verschiedenen Teile- und Devotionalienhändlern gab es auch einen Stand von einem Kloster, an dem man Getränke, Kräuter und nette Kleinigkeiten erwerben konnte. Selbstverständlich waren die beiden Klosterbrüder ebenfalls im VW Bus angereist.
Da mit Musik bekanntlich alles besser geht, hatte der VW-Bus-Club Bern ein stimmungsvolles Programm auf die Bühne gestellt. Und wer Blasmusik bis dahin für „Alte-Leute-Humtata“ gehalten hatte, wurde von der „Guggä-Musik“ eines Besseren belehrt. Nicht nur mit ihrer Aufmachung (rote Schottenröcke mit weißen Oberteilen), sondern auch mit der Musik (moderne und klassische Hits) brachten die Musiker die Menge zum Toben.
Am Abend hielt der Club-Präsidenten Werner Bürki eine seiner „berühmt-berüchtigten“ Ansprachen. Mit Schweizer Charme brachte er die Menge immer wieder zum Schmunzeln. Zu der Frage, ob es ein weiteres Schwarzsee-Treffen geben wird, äußerte er sich allerdings nicht. Mit einem kleinen Feuerwerk und zwei Bands klang der Samstag aus und die Nacht verlief deutlich ruhiger als die vom Freitag.
Am Sonntag morgen mussten einige von weither angereiste Gäste leider schon wieder Abschied nehmen. Für alle anderen wurde noch ein nettes Programm angeboten. So gab es zum Beispiel Musik von einer sehr renommierten Alphorn-Blasgruppe vor dem malerischen Panorama. So stellt man sich die Schweiz immer vor!
Für alle, die beim Mittwochs-Lotto doch nicht die 27 Millionen gewonnen hatten, wurde auch noch ein Kuh-Bingo veranstaltet und mit einer Pokalverleihung für den schönsten und originalsten Bulli fand die Veranstaltung um die Mittagszeit einen würdigen Abschluss.









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