Clubferien in St.Tropez 2011
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VW-Bus-Clubferien, St. Tropez 2011
Donnerstag, 8. September 2011
Donnerstagmorgen, um 6 Uhr fahren Larissa und ich noch im dunkeln von Winterthur Richtung Autobahn Rastplatz Estavayer-le-lac,(De la Broye) wo wir uns um 9 Uhr mit den anderen Clubmitgliedern versammeln. Da ich meinen VW-Bus, der nur ein paar Tage zuvor auf der Autobahn nahe Solothurn abgelegen ist, am Abend zuvor bei der AMAG Solothurn geholt habe, fahre ich mit einem schon etwas mulmigen Gefühl. Doch ausser ein paar kleinen Staus komme ich pünktlich und ohne weitere Pannen an der Raststätte an. Werner und Sämi, mit seinem Bruder Felix warten bereits schon. Während ich mal kurz einen Kaffee trinke, kommen auch schon bald Otti und Mönä, sowie Tom. Otti hat das Hochdach an seinem Chelsea-Bus gegen ein aufklappbares Dach ersetzt. Kurz nach 9 Uhr fahren wir also mit fünf VW-Bussen Richtung Südfrankreich. Die Fahrt geht über Genf Richtung französischer Zoll. Nach dem Zoll kommt auch schon bald die erste Autobahn-Zahlstelle, wo wir dann eine kurze Pause machen. Nach einer Weile verlassen wir die Autobahn und fahren über das Gebirge weiter. Eine wunderschöne Strasse, voller Abwechslungen. Auf der Passhöhe angekommen, machen wir einen Mittagsstopp im Restaurant. Auf dieser Strecke sind wir noch lange nicht die einzigen VW-Bus Fahrer und auch die Flieger kommen hierzulande sehr tief geflogen. Nach dem Essen fahren wir wieder los, die Passstrasse runter. Nach einem Tankstopp und diversen kleinen Pausen zieht sich die Fahrt etwas dahin, doch dann sind wir St. Tropez plötzlich sehr nahe. Auf dem Weg zum Campingplatz kommen wir noch etwas in den Verkehr. So gegen 19 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Port Grimaud. Nach dem Einchecken werden wir auf dem Weg zu unseren Plätzen von Vize-Präsi Chrigu Graf überrascht. Er ist mit seiner Freundin Martina auf Reisen und spontan mit seinem T2 noch ein paar Tage auf denselben Campingplatz gefahren. Nach diesem langen und anstrengenden Tag, richten wir unsere Busse mehr oder weniger ein. Da es aber schon eindunkelt, verschieben wir das meiste auf morgen. Der Hunger ist gross und so wird schon bald im Strandrestaurant zu Abend gegessen, bevor der Tag zu ende geht.
Freitag, 9.September 2011
Am Morgen begrüsst uns die Sonne. Das Wetter in Südfrankreich ist wirklich schön und angenehm warm. Langsam wird gemütlich gefrühstückt. Gegen Mittag werden dann noch Vorzelte aufgestellt und die Busse fertig eingerichtet. Die einen machen es sich bei den Bussen gemütlich, andere wollen den Strand erkunden. Der Campingplatz hat einen länglichen, schmalen Sandstrand. Endlich können wir uns an der Sonne entspannen und dann und wann ein Bad im klaren Mittelmeerwasser nehmen. Wir spielen Ball und blödeln halt so rum. Auch für Harry ist das Baden im Wasser ein Riesenspass. Während wir von den Strandverkäufer als ʺ Hey, ma friend…!! ʺ angesprochen werden, wird Otti schon bald ʺ Rambo ʺ genannt. Wir kaufen uns Strandtücher und Plüschtiere, die sich zu Musik bewegen. Werner hat zum Beispiel eine Kuh gekauft die einen richtig heissen Hüftschwung zu einem nervtötenden Lied hat =o) Aber diese Spieltiere machen echt fun. Am späten Nachmittag machen wir uns für das Abendessen bereit. Da Chrigu und seine Martina am nächsten Tag schon wieder nach Hause fahren, beschliessen wir, dass wir ins Dörfchen Port Grimaud gehen und dort fein Fisch essen. Also laufen wir durch den doch recht grossen Campingplatz ins idyllische Dörfchen. Port Grimaud wird auch Kleinvenedig genannt und das zu recht. Der Eingang ins Dorf führt über eine Brücke wo im Wasser ziemlich grosse Fische schwimmen. Im Dorf selbst gibt es eine Brücke nach der anderen und viele Wasserkanäle. Schon bald treffen wir auf einer Brücke eine ältere Dame, mit der wir ins Gespräch kommen. Sie ist eine Schweizerin, die mit 22 Jahren ausgewandert ist. Mit ihrem Mann ist sie auf einem Segelboot über die Meere gesegelt bis sie zuletzt in Port Grimaud geblieben sind. Wie sie uns erzählt, ist ihr Mann aber vor ein paar Jahren gestorben und schwimmt jetzt mit den wellen der Meere. Nach dieser witzigen und interessanten Begegnung dieser Frau suchen wir weiter nach einem Fischrestaurant. Leider ohne Erfolg. Da Martina aber unbedingt Fisch essen will (und am Wasser Sitzen möchte)!! beschliessen wir uns, uns zu trennen. Denn mit 9 Personen einen Tisch zu kriegen gestaltet sich in diesen doch recht gut besetzten Restaurants als schwierig. So gehen Chrigu und Martina gemeinsam Fisch essen, während wir zu siebt doch noch einen Tisch in einem gewöhnlichen Restaurant finden. Das Essen ist eigentlich ganz okay, was man vom Service leider nicht sagen kann. Otti hat dies dann lautstark bestätigt. Nach einem doch recht witzigen Abendessen haben wir uns bei der netten Glaceverkäuferin noch ein extrafeines Eis gegönnt, bevor wir zum Campingplatz zurück sind.
Samstag, 10.September 2011
Heute fahren Chrigu und Martina nach Hause. Am Morgen um 9 Uhr fahren sie los Richtung Schweiz. Wie schon der vorherige Tag, wird der Samstag ebenfalls ein gemütlicher Tag. Man geht das Dörfchen Port Grimaud erkunden, geht an den Strand baden oder wie die meisten, in den nah gelegenen Supermarkt einkaufen. So ein Supermarkt in Frankreich ist riesig. So was hab ich noch nie gesehen ( Mönä sagt, in England gibt es noch die grösseren, für mich kaum vorstellbar). Riesen, scheinbar endlos lange Regal reihen sich in der rieseigen Einkaufshalle. Am Nachmittag gesellt sich noch ein VW-Bus-Fahrer, der im Internet gelesen hat, dass wir in Port Grimaud Clubferien machen, zu uns. Der Basler war auf seiner Reise der Französischen Alpen lang gefahren und will nun auch noch bei uns vorbeischauen. Am Abend wird gegrillt und gekocht was im Supermarkt eingekauft wurde. Später treffen dann auch die anderen Clubmitglieder, die um 6 Uhr in der früh in Bern losgefahren sind ein. DoKa-Chrigu und Nadine, Barbara und Tanja, Bänz und Dora und Dänu kommen nach einer langen Reise bei uns an. Chrigu’s Postbus und Bänz’s Westy haben auf dem Weg auch etwas Probleme bereitet, doch freuen wir uns, dass alle gut angekommen sind und begrüssen sie freudig. An diesem Abend wird noch etwas zusammengesessen und diskutiert.
Sonntag, 11.September 2011
Unsere Ferien geniessen wir ab heute mit allen angemoldenen Clubmitgliedern. Dies tun wir am Strand. Das Wetter ist einfach super, Sonnenschein und heisse Temperaturen. Sogar Harley und Grismo (15 Wochen alter Hund von Dora und Bänz) geniessen das Strandleben. Barbara fährt am Morgen mit dem Fahrrad nach St. Tropez, bevor sie am Mittag auch zu uns an den Strand kommt. Am Strand ist es wie immer lustig. Wir spielen Ball im Meer, sonnen uns, amüsieren uns mit den diversen Strandverkäufern und relaxen easy in den Tag hinein. Am Abend, nach dem Nachtessen sitzen wir wieder zusammen. Der zu uns gestossene Busfahrer regt zu hitzigen Diskussionen an und bringt gute Ideen ein. Ein VW-Bus-Fahrer, der seine Freiheiten und Unabhängigkeiten als VW-Bus-Fahrer noch schätzt.
Montag, 12.September 2011
Heute ist der Tag, an dem wir die Go-Kart-Bahn reserviert haben. Am Mittag, so gegen 13 Uhr fahren wir in einem riesigen Velo-Konvoi etwa 10 Min. der Strasse lang zur Kart Bahn. Werner mit seinem Honda Roller voraus und Bänz macht mit seinem Roller das Schlusslicht, damit niemand verloren geht. Es ist ein heisser Tag und die Sonne scheint auf die Kartbahn. Wir begutachten die Openair Strecke und freuen uns riesig auf das bevorstehende Rennen und vor allem auf das Fahren mit einem 270cm³ Go-Kart. Ich zum Beispiel bin noch nie mit einem Benziner Kart gefahren und freue mich, mal mit so einem Teil rumzublochen. =o) Zuerst erklärt uns ein Instruktor die Regeln, dann die Fahrzeiten. Es beginnt mit einem Einwärmen, anschliessend das Qualifying und dann eine kurze Pause. Nach der Pause stellen wir uns in ungekehrter Qualifying-Aufstellung auf. Also der langsamste zu vorderst und der schnellste als letzter. Es wird ziemlich gefightet während dem Rennen und es gibt schöne Überholmanöver. Dann und wann verbremst sich wieder einer oder fährt zu schnell in die Kurve, was dann ein Dreher oder das Kiesbeet zur Folge hat. Viel zu schnell endet auch die erste Rennrunde und wir fahren erneut für eine Pause in die Boxen. Nach der Pause reihen wir uns wie auch zuvor in ungekehrter Ranglistenposition auf. Auch diese Runde wird gut gefahren. Bänz gibt vollen Einsatz und fährt dementsprechend auch schnelle Rundenzeiten. In dieser zweiten Runde kann ich aber die schnellsten Rundenzeiten fahren. Am Ende des zweiten Rennens ist Schluss und wir parken unsere Go-Karts in der Boxenstrasse. Nun kommt die Verlesung der Rangliste. Leider gilt für die Endplatzierung nur das zweite Rennen und nicht, wie wir es uns erhofft haben, beide Rennen zusammen gerechnet. Und so wird Felix auf dem 3. Platz, Sämi auf dem 2. Platz und ich auf dem 1. Platz stehen. Klar hab ich mich gefreut; doch hätte ich dort schon kapiert dass Bänz auf den Podestplatz aus ist, da er im ersten und zweiten Lauf schnelle Runden gefahren ist, hätte ich ihm gerne meinen Podestplatz, sowie die Medaille und den Pokal überlassen. Denn für mich stand der Spass am fahren im Vordergrund. Wegen diesem Fehler ernte ich in meiner Abwesenheit Kritik und Bänz wird zu einem späteren Zeitpunkt doch noch für seine grossartigen Leistungen geehrt. Auch ich möchte Bänz für seine schnellen Runden gratulieren und mich im Nachhinein für meine Unaufmerksamkeit entschuldigen.
Dienstag, 13.September 2011
Heute wäre eigentlich ein Ausflug nach St. Tropez auf dem Plan gestanden. Doch ist heute eher einer gemütlicher Tage wo jeder so sein Ding macht. Werner und Sämi gehen in die Straussen-Farm, zwei Vogelstrauss-Eier kaufen. Larissa und ich beschliessen, trotzdem mit dem Velo nach St. Tropez zu fahren. Nach knapp einer halben Stunde Fahrt kommen wir im Hafen an. Der Spaziergang entlang der vielen Jachten imponiert uns. Später besichtigen wir auch noch die Altstadt sowie die Burg am Hügel St. Tropez. Am Abend bläst Sämi das Straussen-Ei aus. Dafür wird oben und unten vom Ei ein Loch gebohrt, da die Schale etwa 3 mm Dicke beträgt. 24 Hühnereier soll ein Straussen-Ei hergeben. Das von Sämi mit Liebe gekochte Rührei war echt lecker. Danke Sämi. Otti und Werner haben zum Rührei noch ein Kalbshirn (ja ihr habt richtig gelesen) gekocht und gegessen.
Mittwoch, 14.September 2011
Mit dem Schiff wollen wir heute nach San Tropez fahren. Doch als wir auf das 12 Uhr Schiff wollen, ist dies schon voll. Also reservieren Werner und Anita, Otti und Mönä, Chrigu und Nadine sowie Felix und Sämi einen Platz im 14 Uhr Schiff. Ich beschliesse mit Larissa nicht mitzugehen, da wir ja am Vortag bereits schon waren. Um die Zeit zu verkürzen beschliessen wir, uns Elektroboote zu mieten. Werner will sein eigenes. Otti teilt sich eines mit Sämi und Felix und Chrigu und Nadine teilen sich eines mit mir und Larissa. Die Fahrt in den Kanälen von Port Grimaud ist sehr schön. Wir sehen viele grosse und kleine Schiffe, sowie diverse Häuschen die am Wasser gebaut sind. Nach gut einer halben Stunde geht auch diese Fahrt zu ende. Ich und Larissa gehen an den Strand während die anderen dann auch schon bald auf das Boot Richtung St. Tropez können.Wir sehen Live die Gandamerie von allen Luis de Funés Filmen. Und vieles mehr, war und ist immer eine Reise wert.
Donnerstag, 15.September 2011
Wir stehen heute früher auf, da in Port Grimaud Markt ist. Es gibt diverse Sachen von Kleidern über Spielsachen bis hin zu frischen Fischen, Fleisch und Käse zu kaufen. Werner hat am Markt vom Samstag bei einer Künstlerin einen VW T1 aus Gips bestellt, den er heute abholen kann. Drei Stück hat sie gemacht. Eines kauft Otti, das andere Sämi. Die T1-er sind ihr wirklich gelungen, verarbeitet bis ins letzte Detail.
Den Nachmittag relaxen wir wieder am sonnigen Strand. Da Otti sich am Makrt mit Tatoo-Artikeln eingedeckt hat, muss er diese natürlich gleich ausprobieren. Am Liebsten verpasst er der Damenwelt Tatoos aber auch die Männer werden dann noch dekoriert. Am Abend gehen wir in Port Grimaud Abendessen. Werner hat einen Tisch für alle 16 Personen in einem Restaurant reserviert. In diesem Restaurant gibt es auch sehr feine Fisch und Muschelgerichte. Dies wird ein lustiger Abend mit interessanten Gesprächen. Nach dem Essen gehen wir noch ein Eis holen, bevor wir uns im Campingplatz noch den Schluss des Konzertes anhören. Als wir bestellen wollen, heisst es für uns ʺno Drinksʺ. Also bestellen wir genervt Whisky oder Bier. Doch als der Serviertyp nicht akzeptieren wollte, dass wir separat bezahlen wollen, werden wir doch ziemlich sauer. Doch nach hitziger Diskussion erledigt sich das und wir sitzen noch eine weile am Tisch, ehe wir zu den Bussen zurück gehen. Gemütlich setzen wir uns alle im Kreis und reden bis in die Nacht über dies und das.
Freitag, 16.September 2011
Am Morgen, so gegen 9 Uhr verabschieden sich Otti, Mönä und Harry von uns. Sie müssen wegen einer Hochzeit am Wochenende leider schon früher abreisen. Bänz versucht nun, die Probleme die ihm sein VW-Bus an der Hinfahrt bereitet hat zu beheben. Doch leider gelingt dies nicht und es bleibt nichts anderes übrig, als den Pannendienst zu rufen. Der lädt den Bus auf den Lastwagen und bringt ihn in die nächste VW Werkstatt. Da der Bus nach der Reparatur erst mit dem nächsten Sammeltransport in die Schweiz kommt, kriegt Bänz einen Ersatzwagen. Im Laufe des Tages gehen die einen an den Strand, andere beginnen mit dem zusammenräumen der Vorzelte und dem Einpacken ihrer sieben Sachen, bevor sie dann auch noch den letzten Tag am Strand geniessen können.
Samstag, 17.September 2011
Heute steht für alle die Heimreise an. Ich und Larissa verabschieden uns, da wir über Italien nach Winterthur fahren. In Nizza machen wir allerdings noch einen zweistündigen Stopp. Die anderen VW-Bus-Fahrer fahren denselben Weg zurück, wie wir gekommen sind. Werner hat den Anhänger von Bänz angehängt, da sein Ersatzauto keine Anhängerkupplung hat. Auf dem Weg in die Schweiz muss Tom leider seinen Joker wegen einer kaputten Zylinderkopfdichtung stehen lassen. Gegen Abend kommen aber alle nach einer langen Fahrt zuhause an. Leider heisst das Fazit in diesen Clubferien: mit 9 Bussen in die Ferien, mit 7 wieder zurück. Aber nichts desto trotz waren dies wieder einmal echt geile Ferien mit dem Besten VW-Bus-Club der Welt…!!!









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